UV-Entkeimung

Eine Niedrigdruck-Quecksilberdampfröhre erleuchtet einen Abzug mit kurzwelligem UV-Licht und sterilisiert so die bestrahlten Flächen.
Ultraviolette Strahlung wird zur Behandlung von Wasser, Luft und Oberflächen eingesetzt.
Bei der Trinkwasseraufbereitung werden mit UV-Strahlung Krankheitserreger und die Keimzahl im Wasser zuverlässig reduziert. Eine Zugabe von Chemikalien ist nicht erforderlich. Der Vorteil der UV-Desinfektion ist, dass gegen UV-Strahlung keine Resistenzen entwickelt werden können. Dadurch können auch chlorresistente Krankheits-erreger, wie Cryptosporidien mit UV-Strahlung inaktiviert werden. Geschmack, Geruch oder pH-Wert beispielsweise von Trinkwasser werden nicht beeinflusst. Dafür werden Mitteldruck- oder Niederdruck-Quecksilberdampflampen eingesetzt, die Strahlung der Wellenlänge 254 nm emittieren. Kürzere Wellenlängen können alle in Wasser befindlichen organischen Stoffe (TOC) zerlegen und werden zur Herstellung hochreinen Wassers benutzt. Aufgrund der Geschwindigkeit der Reaktion – Mikroben werden bei ausreichender Dosis innerhalb von Bruchteilen einer Sekunde inaktiviert – können UV-Strahler auch zur Desinfektion von Luft oder Luftströmen eingesetzt werden. Früher waren in Krankenhäusern im Dauerbetrieb arbeitende schwache Ultraviolettstrahler üblich, um die Keimzahl gering zu halten